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Kauf

Bei Copart oder IAAI ein Auto kaufen – so geht es aus Deutschland

3 Min. Lesezeit

Copart und IAAI versteigern jeden Monat Hunderttausende Autos, viele davon an Käufer in Europa. Hier erfahren Sie, wie das Bieten aus Deutschland funktioniert, welche Gebühren anfallen und welche Fristen Sie auf keinen Fall verpassen dürfen.

Brauchen Sie einen Broker?

Viele Fahrzeuge dürfen nur mit einer Händlerlizenz gekauft werden, und einige US-Bundesstaaten schränken ein, wer Salvage-Fahrzeuge erwerben darf. Deshalb bieten die meisten Käufer aus Deutschland über einen registrierten Broker (auch Agent oder Importeur genannt), der die Gebote unter seiner Lizenz für Sie abgibt. Der Broker verlangt eine feste Provision pro Auto und übernimmt oft auch Abholung, Hafentransport und Exportpapiere.

Achten Sie bei der Wahl auf transparente Gebühren, eine klare schriftliche Vereinbarung und Erfahrung mit Lieferungen nach Bremerhaven oder Hamburg. Fragen Sie, ob der Broker Fotos bei der Abholung macht und ob er den Title rechtzeitig für die Ausfuhrabfertigung bereitstellt.

Schritt für Schritt zum ersteigerten Auto

  1. 1Broker auswählen und Vertrag unterschreiben; Sie erhalten Zugang zum Bieten über dessen Konto.
  2. 2Kaution hinterlegen – meist etwa 10 % Ihres Höchstgebots.
  3. 3Auto suchen, den Zustandsbericht lesen und die VIN-Historie (Carfax, AutoCheck) prüfen.
  4. 4Höchstgebot inklusive aller Gebühren festlegen – nicht nur den Zuschlagspreis.
  5. 5In der Vorgebotsrunde oder live bieten; das höchste Gebot gewinnt, wenn es den Mindestpreis des Verkäufers erreicht.
  6. 6Innerhalb der Frist bezahlen (meist 2–3 Werktage) per Überweisung in Dollar.
  7. 7Abholung schnell organisieren – die kostenlose Standzeit ist kurz, danach fällt tägliches Standgeld an.
  8. 8Das Auto fährt zum Exporthafen, der Title geht an den Exporteur für die Ausfuhr.

Ein Inserat richtig lesen

  • Title-Art: Clean, Salvage, Rebuilt oder Certificate of Destruction / Parts Only
  • Primär- und Sekundärschaden, Airbags, Kilometerstand-Status (Actual, Exempt, Not Actual)
  • Labels wie Run and Drive, Engine Starts oder Enhanced Vehicles – nur beim Check-in geprüft, keine Garantie
  • Schlüssel vorhanden, Standort des Yards und Entfernung zum Hafen
  • Verkäufertyp: Versicherung, Händler, Mietwagenfirma

VIN-Historie und Fotos prüfen

Bevor Sie bieten, lohnt sich ein Bericht von Carfax oder AutoCheck zur VIN. Er zeigt frühere Unfälle, Überschwemmungsmeldungen, Kilometerstände und Diebstahlseinträge. Vergleichen Sie die Angaben mit den Fotos der Auktion: Spaltmaße, Airbags, Wasserränder im Innenraum und der Motorraum verraten oft mehr als die Schadensbeschreibung. Bei teureren Autos kann sich eine Vor-Ort-Besichtigung durch einen Inspektionsdienst lohnen, den viele Broker vermitteln. Prüfen Sie außerdem, ob es das Modell in Europa gab – das erleichtert Ersatzteile und das Vollgutachten erheblich.

Gebühren, die Neulinge überraschen

Neben der Käufergebühr berechnen die Auktionen Gebühren für Online-Bieten, Gate, Umwelt und Title-Bearbeitung. Verspätete Zahlung und verspätete Abholung kosten extra, und wenn Sie nicht zahlen, werden Wiedereinstellungsgebühren fällig. Ihr Broker berechnet seine Provision und manchmal eine Gebühr für Dokumente und Export. Dazu kommen Bankgebühren und der Wechselkursaufschlag bei der Überweisung in Dollar.

GebührTypischer Betrag
Käufergebühr (bei 10.000 Dollar)600–1.000 Dollar
Online-Bieten und Gate Fee100–200 Dollar
Broker-Provision200–500 Dollar
Standgeld nach der Freizeitpro Tag, je nach Yard
Auslandsüberweisung und Kursaufschlagje nach Bank

Wie viel sollten Sie bieten?

Rechnen Sie rückwärts: Ausgangspunkt ist, was das Auto vor Ihrer Tür in Deutschland kostet – einschließlich 10 % Zoll, 19 % Einfuhrumsatzsteuer, Transport, Vollgutachten und Zulassung – und welchen Wert es nach der Reparatur auf dem deutschen Markt hat. Die Differenz ist Ihr Spielraum. Der Rechner von Carglo macht daraus ein Höchstgebot in Dollar: Sie geben nur Ihre Adresse ein, er vergleicht alle 43 EU-Häfen von Tür zu Tür und zieht alle Gebühren und Steuern ab.

Zeitplan bis zur Ankunft in Deutschland

Nach dem Zuschlag vergehen meist vier bis acht Wochen, bis das Auto in Bremerhaven oder Hamburg zur Verzollung bereitsteht. Zahlung und Abholung dauern ein bis zwei Wochen, der Transport zum Hafen und das Verladen in den Container ein bis drei Wochen, die Überfahrt von der Ostküste etwa zwei Wochen, von der Westküste deutlich länger. Rechnen Sie danach noch einige Tage für Entladung, Verzollung und den Transport zu Ihrer Adresse ein.

Fragen & Antworten

Kann ich nach dem Zuschlag noch zurücktreten?

In der Regel nicht ohne Strafe. Wenn Sie nicht zahlen, verfällt die Kaution, und es können Wiedereinstellungsgebühren anfallen.

Wie lange dauert es vom Zuschlag bis zum Auto in Deutschland?

Typischerweise 4–8 Wochen: Zahlung und Abholung 1–2 Wochen, Transport zum Hafen und Verladung 1–3 Wochen, Überfahrt 2–5 Wochen.

Kann ich bei Copart ohne Broker kaufen?

Für manche Fahrzeuge ja, über ein eigenes Konto. Viele Lose, vor allem Salvage-Fahrzeuge in bestimmten Bundesstaaten, sind aber nur mit Händlerlizenz zugänglich – deshalb nutzen die meisten Käufer aus Europa einen Broker.

Berechnen Sie die genauen Kosten für Ihr Auto

Geben Sie nur Ihre Adresse ein – den Rest schlagen wir vor und kalkulieren jeden Hafen von Tür zu Tür.

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